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GfK-Studie: Potenzial für Büroausstattung im Südwesten wächst
Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 16:48 Uhr

Berlin, Hamburg, München und Frankfurt verfügen über 15 Prozent des Absatzpotenzials für Büroausstattung. In nur 87 von 11.593 Gemeinden steckt mehr als die Hälfte des Potenzials im deutschen Markt für Büroausstattung und -kommunikation. Je nach Region und Produktgruppe gibt es große Unterschiede: Im Main-Taunus-Kreis ist das Potenzial je Arbeitsplatz 1,5 Mal so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Berliner Büros zeigen sich vor allem für Projektoren und Beamer affin.

 

Ballungsräume stellen als Zentren wirtschaftlicher Aktivität den Löwenanteil am Gesamtpotenzial im Büroausstattungsmarkt. Allein die Städte Berlin, Hamburg, München und Frankfurt verfügen über knapp 15 Prozent des Gesamtpotenzials im Markt für Büroausstattung, obwohl sie nur gut elf Prozent der Beschäftigten in Deutschland repräsentieren. Die Hauptstadt Berlin belegt mit einem Anteil von ca. 4,4 Prozent den Spitzenplatz in der neuen Studie von GfK GeoMarketing, die die regionale Verteilung des Büropotenzials untersucht. 

Die Platzierung nach der Größe des Marktes ist dabei im Vergleich zur GfK-Studie 2008 auf den Plätzen eins bis neun unverändert. Einzig der Stadtkreis Dresden hat den Sprung in die Top 10 geschafft und damit den Stadtkreis Bremen (Platz 14 in der Studie 2010) verdrängt. Obwohl es hinsichtlich der Reihenfolge in den Platzierungen eins bis neun also keine Veränderungen gab, müssen doch fast alle Top 10-Kreise deutliche Verluste am Gesamtpotenzial hinnehmen. Am stärksten trifft es den Stadtkreis Frankfurt am Main: Im Vergleich zur Studie 2008 sinkt der Büromarktanteil am Gesamtmarkt der BRD von über drei Prozent auf nur noch ca. 2,7 Prozent. Das bedeutet einen Rückgang im Anteil um mehr als 12 Prozent. Nur die Stadtkreise Hamburg und Köln konnten ihre Anteile im Vergleich zu 2008 leicht erhöhen. Dass die Gesamtgröße des Marktes für Büroausstattung nicht alles ist, zeigen die in der Studie 2010 erstmalig für jedes Potenzial ausgewiesenen, beschäftigtenbezogenen Indizes. Im anteilsmäßig größten Stadtkreis Berlin etwa liegt der Ausgabebetrag für Büroausstattung pro Beschäftigtem um nur circa acht Prozent über dem Bundesdurchschnitt, wohingegen in den Stadtkreisen Stuttgart und Frankfurt am Main fast 50 Prozent mehr und damit ca. 1,5 Mal so viel wie im Bundesdurchschnitt ausgegeben wird. Den Spitzenplatz unter den Landkreisen nimmt hier der zwischen den Städten Wiesbaden und Frankfurt am Main gelegene Main-Taunus-Kreis mit einem Potenzialsindex von 150,5 ein. Den letzten Platz belegt der zwischen Coburg und Suhl gelegene thüringische Landkreis Hildburghausen mit einem Index von 51,2.

Damit wird im Main-Taunus-Kreis pro Beschäftigtem etwa drei mal so viel für Büroausstattung ausgegeben wie im Landkreis Hildburghausen. Diese Zahlen zeigen, dass es bei der Marktbearbeitung nicht ausschließlich auf die Größe des Marktes ankommt, sondern dass über die Potenzialsindizes auch marktanteilsmäßig kleinere Regionen mit hohen bürorelevanten Ausgabebeträgen pro Beschäftigtem als interessante Absatzmärkte identifiziert werden können. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.gfk-geomarketing.de/potenziale_buero2010

 

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