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Einzelhandel investiert große Summen in Ausbildung
Donnerstag, den 05. August 2010 um 10:00 Uhr

Laut einer Meldung des Handelsverbands Deutschland - Der Einzelhandel (HDE) investiert der Handel jedes Jahr mehrere Milliarden Euro in Ausbildung und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. „Das Geld ist gut angelegt“, sagte heute in Berlin Stefan Genth Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands HDE. „Nur mit gut ausgebildeten und qualifizierten Fachkräften bleiben Handelsunternehmen leistungs- und wettbewerbsfähig.“ So würden die Einzelhandelsunternehmen jedes Jahr rund zwei Milliarden Euro in die Ausbildung investieren. Dazu käme noch rund eine Milliarde Euro für weiterbildende Lehrveranstaltungen. Darüber hinaus würden sie zunehmend auch in andere Formen der Mitarbeiterqualifizierung wie etwa E-Learning, Coaching und Training on the Job investieren. In Ausbildung investieren würden nicht nur die Großen der Branche, sagte der HDE-Chef: „Ausbildung ist im Einzelhandel von mittelständischen Strukturen geprägt. Zwei Drittel der 165.000 Azubis werden in mittelständischen Betrieben ausgebildet.“ Gerade die leistungsfähigen Mittelständler würden sich bei der Ausbildung stark engagieren. Mehr als 90 Prozent der Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitern würden ausbilden. Bei den Betrieben mit zehn bis 49 Mitarbeitern seien es knapp 65 Prozent. Insgesamt würden mit 25,9 Prozent über ein Viertel aller Einzelhandelsbetriebe ausbilden. Das sei eine im Vergleich mit der Gesamtwirtschaft (24 Prozent) überdurchschnittliche Ausbildungsbetriebsquote. Gleiches gelte für die Ausbildungsquote, die im Einzelhandel bei 7,9 Prozent liege (Gesamtwirtschaft: 6,6 Prozent). „Ausbildung ist Vorsorge für die Zukunft. Das wissen die Einzelhandelsunternehmen und engagieren sich seit Jahren stark“, sagte Genth. Eine Ausbildung in den mehr als 30 Berufen des Handels sei bei den Jugendlichen sehr beliebt. Schließlich, so Genth, „ist der Einzelhandel mit knapp drei Millionen Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und bietet schnelle Karrierechancen.“ Es sei daher nicht überraschend, dass Einzelhandels-Kaufmann und Verkäufer die beliebtesten Ausbildungsberufe seien. Sorge bereite dem Einzelhandel, dass sich der Ausbildungsmarkt gravierend verändere. Es gebe aufgrund der demografischen Entwicklungen immer weniger geeignete Bewerber. „Der Wettbewerb der Branchen und Unternehmen um die besten Nachwuchskräfte ist in vollem Gang und wird an Intensität zunehmen“, sagte Genth. Mit seinem starken Ausbildungsengagement sehe er den Handel hier gut aufgestellt. Weitere Informationen finden Sie unter www.einzelhandel.de

 

Ausgabe Januar 2011

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